Stein bei Weiach

Der «Stein» ist ein etwa 547 Meter hoher Molasseberg südöstlich der Ortschaft Weiach. Auf Sandsteinen und Mergeln der Molasse liegt zuoberst eine Schicht so genannter «Mittlerer Deckenschotter». Die ehemaligen Flussgerölle sind teilweise miteinander zu verkittet. Dadurch widerstehen der Erosion besser als die tiefer liegenden Molasseschichten und bilden deshalb auf der Nordseite gegen den Rhein und auf der Südwestseite markante Felswände. Mit diesen kontrastiert die plateauartige Hochfläche zuoberst auf dem «Stein».

Die mittleren Deckenschotter wurden in einer früheren Eiszeit, also nicht der letzten, abgelagert und sind deshalb mindestens 200'000 Jahre alt. Wird durch die Erosion die unter ihnen liegende Molasse abgetragen, können die Deckenschotter vorübergehend instabile Überhänge bilden. Schliesslich brechen Felsmassen ab und gehen als kleine Felsstürze über die Bergflanken nieder. Die niedergegangen Deckenschotterblöcke bilden heute in den bewaldeten Hängen mancherorts zauberhafte Kleinlandschaften.