Rhein bei Rheinsfelden

Der Rückstau des Rheins durch das Kraftwerk Eglisau-Glattfelden schafft beim Weiler Rheinsfelden und flussaufwärts eine grössere Flachwasserzone mit Schilfgürteln, ideale Lebensräume für Kleinfische und Amphibien, was wiederum eine Nahrungsgrundlage für diverse Wasservögel darstellt.

Eisvögel, zu recht auch fliegende Edelsteine genannt, sind nur wenig grösser als Spatzen. Sie lauern auf erhöhter Warte über ruhigem Wasser auf Beute. Die Erfolgsquote beim Stosstauchen ist erstaunlich hoch. Manchmal gelingt es ihnen zwei Fischlein in einem Stoss zu erbeuten und beide festzuhalten.


Die scheuen Silberreiher kann man am Rhein beim Jagen beobachten. Das Verhalten dabei ist der Situation angepasst: meistens stehen sie reglos im seichten Wasser und warten bis Kleinfische in ihre Reichweite schwimmen, um dann blitzschnell und doch präzise zuzustossen.

Graureiher sind geborene Lauerjäger. Ihren Augen entgeht kaum etwas.  Ab und zu erbeuten sie unglaublich grosse Fische.  Immer öfter sieht man sie  auf Wiesen und Äckern, die sie nach Würmern, Käfern und Mäusen absuchen. 

Sehr langsames Schreiten um Beute aufzuscheuchen führt Silberreiher eher zum Ziel. Hektisch wird es, wenn sie plötzlich mit geöffneten Flügeln auf- und umher springen, Haken schlagen und schliesslich flatternd mitten in den Fischschwarm hineinspringen und zustossen.

Höckerschwäne brüten regelmässig am Rhein. In der Brutsaison werden die Reviere von den Männchen furios verteidigt. Meist genügen Drohgebärden und Scheinangriffe- wenn nicht, gibt es heftige Prüglereien.



In seichtem Wasser rennen Grünschenkel manchmal Schwärmen von Jungfischen hinterher, die auf der Flucht aus dem Wasser springen. Mit unglaublichem Geschick gelingt es den Vögeln dennoch einzelne Fischchen zu erbeuten.